Mit dem Studium anfangen

Auf den Weg kommen

Die Entwicklung des Menschen auf dieser Welt ist bedingt vergleichbar mit dem Treppensteigen, mit dem Aufstieg. Anfangs ist dieses Voranschreiten unbewusst. Früher oder später kommt jedoch die Entscheidung den Weg der bewussten spirituellen Entwicklung einzuschlagen.

Wer bin ICH?

Wir beginnen die Entwicklung mit einer sehr eingeschränkten Selbsterfahrung, die lediglich die Grenzen der Persönlichkeit eines Menschen umfasst. Der Sinn des Lebens besteht im Ausdehnen unseres Bewusstseins bis auf das absolute einheitliche Bewusstsein.

Auf der ersten Stufe besteht der Sinn des Lebens aus materiellen Anhäufungen, Kämpfen um Macht, Ruhm und Ehre. Ein solcher Ansatz bringt früher oder später Enttäuschung anstatt des erwarteten Glücks mit sich. Es ist ein Niveau des „tief schlafenden Menschen“.

Danach folgt eine Erfahrung der Welt, in der wir leben: Reisen, Wissenschaften, Kunst. Dies ist ebenfalls lediglich ein Kampf um das Vergnügen und den Lebenskomfort.

Wenn auch damit die Sättigung erfolgt, sieht sich der Mensch des öfteren mit einem Bedeutungsverlust der eigenen Existenz konfrontiert. Er kann mit nichts diese aufkeimende Leere in sich füllen, was zu einer Depression führt.

Von diesem Moment an beginnt in ihm die innere Suche nach dem Sinn des Lebens aufzuwachen. Folgende Fragen reifen in ihm heran, wie z.B.: „Wer bin ich?“, „Was mache ich hier?“, „Warum wurde das alles hier geschaffen?“ usw. Es ist bereits, relativ gesehen, ein Übergang auf die zweite Stufe.

Die SUCHE nach dem WEG

Anfangs ist diese Suche chaotisch: der Mensch sucht nach Tipps und Ratschlägen in Büchern, besucht Seminare, befragt Religionen, erlernt verschiedene Methoden und Techniken des persönlichen Wachstums und sucht nach Wegen, neue Zustände und Möglichkeiten zu erreichen. Mit der Erfahrung kommt die Einsicht, dass das Erreichen bestimmter Zustände nur eine Zwischenstufe war, um auf den Weg zu kommen.

Die gewonnenen Erfahrungen führen zu einer unmittelbaren Suche nach dem, was eigentlich das Ziel ist. Es ist gekennzeichnet durch den unerschütterlichen Wunsch aufzuwachen, sich von allen inneren Beschränkungen und Grenzen des Verstandes zu befreien.

Auf den Weg zu kommen – bedeutet nicht so sehr äußere Veränderungen, als vielmehr tiefe innere Veränderungen. Und derjenige, der diesen Weg gewählt hat, sucht nach einem Lehrer und folgt seinen Anweisungen. Die Etappe ist geprägt von der gemeinsamen Praxis in der Gesellschaft von Gleichgesinnten. Eine solche Gemeinschaft fördert das Erwachen, reinigt und hilft weiter zu machen.

An der Schule stellen wir uns die Aufgabe, unter Anleitung eines Lehrers ein systematisches Verständnis des Weges zu formen, welches jedem Schüler ermöglicht, die bewusste Entscheidung zu treffen diesen Weg zu gehen und das Hauptziel so schnell und komfortabel wie möglich, bis zur vollständigen Befreiung oder Verlassen der „erzieherischen Matrix der Verstandeswelt“ zu erreichen. Der Ausstieg aus der „Matrix des Verstandes“ wird oft als Befreiung oder Verwirklichung bezeichnet.

Haben wir eine WAHL?

Das ganze Universum wurde für eine einzige Aufgabe erschaffen – entweder um einem Menschen bei seiner Verwirklichung zu helfen oder um ihn dazu zu bringen eine Entscheidung zu treffen, sich in Richtung Realisierung zu bewegen. Das heißt – im Grunde hat keiner von uns eine Wahl.

Es ist nur eine Frage der Zeit und des Umfangs des Leidens, das wir erfahren, damit wir es verstehen. Je eifriger wir uns gegen diesen Prozess sträuben, desto länger und härter werden wir zu dieser Entscheidung geführt. Aber hinkommen müssen wir irgendwann mal alle.

Entscheidung aus der „MATRIX DES VERSTANDES“ auszusteigen

Wenn der Mensch es deutlich spürt, das Ziel sieht und beschließt, sich darauf hin zu bewegen ohne den Weg zu verlassen, beginnt von diesem Moment an die gezielte Suche – bedingt die dritte Stufe. Er beginnt zu verstehen und zu erkennen, dass der Sinn des Lebens im Vorankommen in Richtung des Austritts aus der „Matrix des Verstandes“ liegt. Und alles, was ihn umgibt, nur zu seiner Hilfe geschaffen wurde, damit er sich seiner Verwirklichung zuwendet.

Das heißt, dass der Mensch nun auf dem Weg ist.

Es ist ein innerer Prozess, im Außen werden Sie weiterhin in der Gesellschaft so leben und allen Aufgaben nachgehen die Sie haben, wie bis jetzt.

Bevor ein Mensch auf den Weg kommt, muss er verstehen und erkennen, dass er „vollkommen schläft“, dass er einfach nur ein Sklave seines Verstandes ist. Es ist nicht so einfach zu zugeben.

Wenn der Mensch auf dem Weg ist, handelt er einfach nur.  Alle Fragen und Zweifel verschwinden. Erst dann kommt der Wunsch auf zu „erwachen“ – die Befreiung zu erreichen.

Vorankommen auf dem WEG

Auf dem Weg zu gehen bedeutet immer größere innere Freiheit und Glück. Der Mensch beginnt das Licht zu spüren – die schöpferische Kraft des Lebens, die diese Welt der Formen geschaffen und mit Leben erfüllt hat.

Er beginnt mit ihm zu interagieren. Damit beginnt das Stadium des Erwachens und der weiteren Transformation, in dem ein Mensch immer mehr dem Licht gleicht. Und die Quelle dieses Lichts (was Gott, das Absolute, das Tao… genannt wird) beginnt für den Menschen eine größere Bedeutung zu gewinnen.

Als nächstes kommt die Bewegung in Richtung des Ausstiegs aus der „Matrix des Verstandes“… Nach Hause… es scheint unmöglich diese und nachfolgende Entwicklungsstufen mit Worten beschreiben zu können.

Es gibt Fallen auf dem Weg, in die jeder treten kann. Sie zu umgehen ist nur mit Hilfe eines erfahrenen Lehrers und eines Teams von Gleichgesinnten möglich.

Was hindert uns daran auf den Weg zu kommen?

Auf dem Weg zu kommen, heißt zu sich selbst zurück zu kehren.

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